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Vorwort Einführung Der Name: Herkunft und Bedeutung Spurensuche in der Schweiz I Spurensuche in der Schweiz II Spurensuche in der Schweiz III Spurensuche in der Schweiz IV Ellerwald/Elbing Ellerwald/Elbing II Wie lebten unsere Vorfahren? Wie lebten unsere Vorfahren? II Woran sie glaubten Flucht, Vertreibung, Neubeginn Die Frauen in der Familie



Der Name: Herkunft und Bedeutung

Über den Ursprung des Namens können bisher nur Vermutungen angestellt werden. Wir wissen aus den Kirchenbüchern von Thiensdorf, Westpreußen, daß die Schreibweise des Namens sich im Verlauf der Geschichte geändert hat. Bis 1809 war überall die Schreibweise WIELER üblich. 1818 taucht erstmalig die Schreibweise mit dem hinzugefügten "h" auf. Das ist nicht weiter verwunderlich, da unsere Vorfahren in früheren Jahrhunderten, ebenso wie die für die Eintragung in das Kirchenbuch zuständigen Personen, überwiegend nach dem Gehör schrieben. Nicht alle Wiehlers machten diese "Modeerscheinung" mit, insbesondere jene Verwandten, die vor 1818 nach Rußland auswanderten. Sie sind dennoch mit uns verwandt.

Es kann ebenso nicht ausgeschlossen werden, daß es in der Vergangenheit darüber hinaus auch noch andere Schreibweisen gab, wie z.B. WILER, WILLER, WYLER etc.

Zur geographischen Herkunft des Namens lassen sich folgende Angaben machen: Im niederdeutschen und alemannischen Sprachraum ist der Name häufig eine Herkunftsbezeichnung. Ein Wiehler ist somit ein Einwohner aus Wiehl oder aus Wiel, aus Wil, aus Wyl, etc. Aus der ursprünglichen Herkunftsbezeichnung entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert ein eigenständiger Name.

Was bedeutet nun der Name Wiehler? Es handelt sich um die mittelhochdeutsche und alemannische Form von Weiler. Ein Weiler ist laut Duden und Brockhaus ein alleinstehendes Gehöft, ein freistehendes Landhaus (lateinisch: villa), eine Ansammlung von bäuerlichen Einzelgehöften, die unregelmäßig beieinander liegen.

Der Name Wiehl, Wiel, Wil oder Wyl taucht meistens in Verbindung mit zusammengesetzten Ortsnamen im alemannischen Sprachraum auf, in Südwestdeutschland, im Elsaß und in der deutschsprachigen Schweiz. (Beispiele: Rapperswil, Alschwil, Hutwil aber auch Wiehl und Wyhl am Kaiserstuhl.)

Unterstützt werden diese Annahmen über die alemannische Herkunft des Namens durch die Angaben von Adolf Wiehler, Isny. Er ist katholisch, wie wohl alle seine Vorfahren. Sie lassen sich ab 1667 im Kirchenbuch von Konstanz-Wollmatingen nachweisen. Eine direkte verwandtschaftliche Beziehung besteht offensichtlich nicht. Auch er führt den Ursprung des Namens auf die mundartliche Abwandlung von Weiler zurück. Auch seine Vorfahren fügten dem Namen ab 1800 ein "h" hinzu. Zufall? Wir wissen es nicht. Die Parallelität der Entwicklung ist jedoch erwähnenswert.

Einige Familienmitglieder berufen sich auf mündliche Überlieferungen, der zufolge die Wiehlers flämisch/friesischer Herkunft seien und der Name sich von "wiel", niederländisch für "Rad" herleite. Ein "wieler" sei demnach ein Radmacher.

Diese These kann nicht ausgeschlossen werden. Im Niederländischen heißt Radmacher jedoch "wielenmaker"; "wielerclub" steht für Radsportverein, "wilerpad" für Radweg und "wielen" für sich drehen.

Es bleibt dem Leser und nachfolgenden Familienhistorikern überlassen, auch dieser möglichen Variante nachzugehen.